‘Science and Religion: Exploring the Spectrum of Global Perspectives’ ist ein größeres internationales Forschungsprojekt, welches die sozialen und kulturellen Kontexte der öffentlichen Wahrnehmung des Verhältnisses zwischen Religion und Wissenschaft innerhalb religiöser und nicht-religiöser Gruppierungen erforschen möchte.

Das Projekt ist an der Universität Birmingham angesiedelt, arbeitet mit Partnern aus neun Ländern zusammen und baut auf dem Vorgängerprojekt „Science and Religion: Exploring the Spectrum“ auf, welches von 2014-2017 durchgeführt wurde.

Obwohl das Verhältnis von „Wissenschaft“ und „Religion“ oft in den Medien, von Intellektuellen und in der Öffentlichkeit diskutiert wird, ist überraschenderweise bislang wenig erforscht worden, was Menschen tatsächlich über ihre eigene Perspektive und die der anderen auf das Verhältnis von Religion und Wissenschaft denken – oder, darüber hinausgehend, auf das Verhältnis von Rationalität, Vernunft und Glauben.

Unser Projekt möchte ergebnisoffen und unvoreingenommen folgenden Fragen nachgehen:

  • Wie Evolutionswissenschaft sowohl historisch in den letzten 150 Jahren als auch in der Gegenwart wahrgenommen wurde und wird.
  • Warum Menschen evolutionskritische Positionen einnehmen, und welche sozialen und kulturellen Gründe es dafür gibt.
  • Den Hintergrund verschiedener kultureller und religiöser Positionen hinsichtlich Evolutionstheorie.
  • Ob die oft gezogene Verbindung zwischen Atheismus und Evolutionstheorie der Wissenschaftskommunikation schadet.
  • Wie sich die öffentliche Darstellung eines Konfliktes zwischen Wissenschaft und Religion in Bezug auf die Alltagserfahrung von Personen hinsichtlich des Verhältnisses zwischen ihrem eigenen Glauben und der Akzeptanz von Evolutionstheorie verhält.
  • Wie sich die alltäglichen Erfahrungen von Menschen jeglicher Weltanschauungen und religiöser Überzeugungen zu den öffentlichen Darstellungen von „Religiosität“ und „Rationalität“ verhalten.

Dieses innovative und einzigartige Forschungsprojekt besteht aus vier miteinander verbundenen Forschungssträngen: Sozialwissenschaftlicher Feldforschung, Geschichtsforschung/Medienanalyse, sozialpsychologischen Experimenten, und quantitativer Erforschung von Wahrnehmung, Verhaltensweisen und Identitätsbildung. Während sich das vorhergehende Forschungsprojekt auf UK und Kanada fokussiert hatte, werden in diesem Durchgang sechs Länder erforscht: Argentinien, Australien, Deutschland, Spanien, Sri Lanka und die USA.

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